Kaddisch für einen Freund
Ali ist neu im Kreuzberger Kiez. Als Geflüchteter aus dem Libanon steht seine Duldung in Deutschland auf der Kippe. Die harten Jungs aus der Gegend geben ihm eine Mutprobe auf: in die Wohnung eines alten Nachbarn einzubrechen, einem russisch-jüdischen Emigranten. Danach muss Ali bei dem alten Mann Wiedergutmachung leisten, um die Abschiebung zu verhindern. Eine berührende Geschichte einer ungleichen Freundschaft.
Leo Khasin erzählt in seinem Spielfilmdebüt von einem großen Konflikt, der sich auf zwei Etagen eines Berliner Mietshauses abspielt. In einem Interview verriet Khasin, dass in einer Vision, die er von seinem künftigen Film im Kopf hatte, ein arabischer Junge das Kaddisch sprechen würde. Das Kaddisch ist eine Erinnerung an fortgegangene Seelen und wird auf Beerdigungen vom nächsten männlichen Angehörigen des Verstorbenen vorgetragen.
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